BMW F 800 GS + Zubehör – Erfahrungen nach 4.000km

BMW Blick

BMW Pupillen

Eigentlich sind es jetzt schon über 4.300km und ich habe den Schatz zum beim BMW Händler zum Überwintern eingelagert. Ich habe die BMW F 800 GS am 27. Juli gekauft und abgeholt, hatte dann eine Woche später schon über 700km drauf und am 9. August habe ich sie dann mit etwas über 1.000km zur „Einfahrkontrolle“ gebracht. In Norditalien habe ich gute 1.700km gemacht, eine Eifeltour mit über 600km und dann eben die üblichen Touren im Ruhrgebiet und Münsterland.

Den ersten Erfahrungsbericht, nach 1.000km, findest Du hier

Meine Eindrücke und Erlebnisse:

Leider bin ich mir der Standard Sitzbank nicht so zufrieden gewesen. Nach ca. 1,5 bis 2 Stunden Fahrt hat mir der Hintern weh getan. Der Schmerz war nach kurzen Pausen immer weg aber man will ja auch mal länger durch fahren. Also habe ich die Komfortsitzbank auf einer 2 Stunden Tour getestet und war sehr zufrieden. Diese habe ich dann direkt gekauft und bei der Einfahrkontrolle drauf machen lassen. Die Komfortsitzbank ist breiter und vor allem nicht so steil, sondern eher flach. Ich kann die Sitzposition durch leichtes Verrutschen nach vorn oder hinten ändern, ohne immer wieder nach vorne zu rutschen, wie es bei der steilen Standardbank ist. Ich finde sie nicht ganz so schön, weil viel breiter, aber der Zugewinn an Komfort (vor allem auch für den Sozius) ist enorm. Dazu ist die Bank auch noch 2cm höher. Zusätzlich habe ich die Gummies an den Fußrasten entfernt, was auch noch einmal ca. 1cm ausmacht und meiner Beinlänge entgegenkommt.

Fazit Sitzbank: die Standard Sitzbank hätte sich BMW sparen können! Dann zahle ich lieber von vorn herein etwas drauf und habe eine vernünftige Sitzbank, die auch Tourengeeignet ist. Die Komfortsitzbank kann ich empfehlen.

Der Durchnschnittsverbrauch liegt laut Bordcomputer bei 4,4 Liter. Das relativiert den kleinen 16-Liter-Tank im Heck, der unter diesen Umständen Reichweiten auch über 300 Kilometer garantiert. Die Platzierung des Tanks unterhalb der Sitzbank bringt nicht nur schwerpunktmäßig Vorteile mit sich, die Betankung vor Ort insbesondere bei montiertem Tankrucksack gestaltet sich auch um einiges einfacher. Oft ist es auch lustig an der Zapfsäule, wenn Autofahrer unglaubwürdig gucken, wie ich hinten tanke!
Auch wenn ich mal höher drehe und Steigungen dabei habe, komme ich nicht über 4,4 Liter!

Vario-Koffer und Koffer-Innentaschen: Die Variokoffer habe ich direkt am Anfang mit gekauft. Sie passen sehr gut zum Motorrad, sind schlicht schwarz, machen einen sehr stabilen Eindruck und die Halterung ist optimal gelöst. Wenn man ohne Koffer fährt, hat man nicht ein häßliches Gestänge dabei. Lediglich zwei kleine Edelstahlpinöppel an dem Sozius-Haltegriff bleiben sichtbar.
Das verstellen der Koffen ist einfach und schnell erledigt. Im geöffneten Zustand wird innen ein Hebel umgelegt und der Koffer wird größer oder kleiner. Zusammengefahren sind beide Koffer zusammen nicht breiter als der Lenker ist. Ausgefahren vergrößert sich das Volumen von 47l auf 67l. Das ist locker ausreichend für zwei Wochen Urlaub (wenn es nicht gerade im Winter ist).
Im rechten Koffer passt auch ein Helm rein. Praktisch, wenn man mit leeren montierten Koffern fährt und den Helm schön einfach und schnell verstauen kann.
Die Koffer sind mit dem Zündschlüssel zu schließen, was wirklich sehr praktisch ist: kein extra Schlüssel (den man auch nicht vergessen kann).
Das Anbringen und Abnehmen der Koffer ist sehr einfach und schnell. Es muss nur ein Hebel umgelegt werden und schon kann man die Koffer abnehmen oder wieder montieren.
Die Innentaschen kann ich nur empfehlen! Ich habe sie mir für meine Italienreise gekauft. Beim packen der Koffer stand ich plötzlich vor dem Problem, dass ja in den Koffern alles lose herumfliegt. Das ist doof. Und wenn man die schmutzigen Koffer jedes mal abmachen muss und mit ins Hotel nehmen muss, macht es auch kein Spaß. Also ab zum Händler und für lächerliche 180,-€ zwei Innentaschen gekauft (und die sind nicht aus Gold!). Sie passen sehr genau in die Koffer und lassen sich durch einen Reißverschluss auch vergrößern (je nach dem ob die Koffer eben klein oder groß gestellt sind). Die Taschen sind wirklich sehr hochwertig und sehr gut verarbeitet! Wasserdicht, dichte Reißverschlüsse, Netztasche unterteilt im Deckel, Trageriemen, usw. Damit kann man sehr schön packen und ganz einfach sein Gepäck unterteilt mitnehmen oder drin lassen.

FAZIT: Ich würde mir die BMW F 800 GS jeder Zeit wieder kaufen!
Bin insgesamt sehr zufrieden. Der Preis ist sehr hoch, vor allem auch beim Zubehör. Aber der Preis ist auch sehr stabil, was dann beim Verkauf zugute kommt. Eine gebrauchte 800 GS, 1-2 Jahre alt, ist nicht wirklich günstig zu bekommen.
Der Service bei BMW ist super. Bin immer gut beraten worden und die Qualität hat nie enttäuscht.
Die 800 GS ist ja wirklich Geländetauglich (die 1200er sieht zwar so aus, ist es aber nicht wirklich) was auch ein Kaufanreiz war. Im Frühjahr 2011 werde ich ein Endurotraining machen und das Gerät mal durch hartes Gelände jagen. Dazu kommt dann jetzt noch als Zubehör ein Motorschutzbügel und die Stollenbereifung dazu.
Die Mischung zwischen hochwertiger Technik, Geländetauglichkeit und Reise-/ Touren-Motorrad ist gelungen.

So, jetzt erst mal Winterpause und dann geht’s im Frühjahr weiter …

2 thoughts on “BMW F 800 GS + Zubehör – Erfahrungen nach 4.000km

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