Italienische Verkehrsregeln

Nach meiner Motorradtour durch Norditalien, möchte ich hier ein paar der wichtigsten und sich von unseren unterscheidenden, Verkehrsregeln in Italien aufführen:

1. Grundsätzlich gilt immer offensiv und aggressiv zu fahren! Der Schnellere hat Vorfahrt!

2. Für Motorroller gelten überhaupt keine Regeln! Jeder Roller (egal welche Größe, Motor, Leistung, Nummernschild) muss mindestens 100km/h fahren können, was auch die übliche Geschwindigkeit innerorts ist.

3. Geschwindigkeitsbegrenzungen bedeuten gar nichts. Achtung: es könnten Touristen mit der jeweils angegebenen, lächerlichen Geschwindigkeit unterwegs sein und den Verkehr behindern! Es gilt immer so schnell zu fahren, wie man möchte.

4. Durchgezogene Linien zwingen zum Überholen. Insbesondere in Tunneln (mit Gegenverkehr), in der Stadt, auf Landstraßen, vor Kuppen und Kurven gilt: zwingend überholen! Die Überholabsicht dringend durch sehr nahes Auffahren (max. 80cm Abstand zum Vorausfahrenden) ankündigen.

5. Fahrtrichtungsanzeiger (Blinker) dürfen nicht verwendet werden!

6. In Kreisverkehren immer sofort einfahren. Dann mit hoher Geschwindigkeit die linke Spur (innerer Radius) nutzen und erst kurz vor der gewünschten Ausfahrt direkt ganz nach rechts rüber ziehen (natürlich ohne zu blinken).

7. Während der Fahrt muss telefoniert werden! Freisprecheinrichtungen sind verboten. Falls kein Gesprächsteilnehmer erreichbar sein sollte, so muss zumindest während der Fahrt eine SMS geschrieben werden!

8. Auch wenn deine scheiss Klapperkiste nichts her macht (wie ca. 97% der Fahrzeuge in Italien), alt und kaputt ist und sich wirklich niemand dafür interessiert, kannst du durch besonders unachtsame, schlechte, bekloppte, gefährliche Fahrweise deine Schwanzlänge erhöhen.

6 thoughts on “Italienische Verkehrsregeln

  1. Diese Erfahrungen kann ich nur bestätigen, so habe ich es in Italien auch erlebt.
    In Südfrankreich ist es ähnlich. Dort haben mich die Fußgänger-Ampeln in de Wahnsinn getrieben. Wenn ROT war rannte alles los, ich blieb brav stehen..hat man ja gelernt so und es könnte ja immer noch ein Kind zusehen. War GRÜN lief ich los und die Autofahrer gaben auch Gas…lebensgefährlich das Ganze. Wenn man es so macht, wie in allen südlichen Ländern, Augen zu und durch, dann klappt es ganz bestimmt unfallfrei🙂

    • Man muss sich wohl daran gewöhnen und es „üben“.
      Mit dem was wir hier so gelernt haben und täglich erleben, dass das Fahren in den größeren Städten in Italien nicht viel zu tun.
      Auffällig war allerdings, dass ich keine Unfälle gesehen habe. Also funktioniert es irgendwie.

  2. Diese Rgeln haben den unschätzbaren Vorteil, das wenn man,( wie ich es schon erlebt und überlebt habe), vor absolut vor nix mehr Angst haben muß. (Z.B. in Palermo). Und sich fast, aber nur fast, unverletzbar fühlt. MAn braucht Nerven wie Drahtseile. Ich hab‘ Sie, aber nur manchmal, eben beim Rollerfaheren in Palermo.🙂
    Your . . . matai
    matainews.wordpress.com

    • Als Rollerfahrer in Palermo überlebt! Glückwunsch.
      Da muss man schon echt frech sein, um mitzuhalten.
      Für mich war Genua ein schreckliches Erlebnis. Naja, mit mehr Übung wirds wohl besser ….

  3. Pingback: 2010 in review « WNell's Blog

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